Wenn ein Patentier verstirbt! 🌈

Veröffentlicht in: Neuigkeiten | 24

Leider geschieht es auch bei bester Pflege, dass unsere SchĂŒtzlinge auf den Lebenshöfen irgendwann versterben und sich auf den Weg ĂŒber die RegenbogenbrĂŒcke begeben. 💔

Nach ihren Rettungen dĂŒrfen die Tiere eine unbekĂŒmmerte Zeit auf den Lebenshöfen verbringen. Man stellt dort keine Anforderungen an sie oder nutzt sie in irgendeiner Form. RegelmĂ€ĂŸige tierĂ€rztliche Untersuchungen und Kontrollen ermöglichen den Tieren, neben viel Platz und Liebe, das bestmögliche Leben, das man ihnen bieten kann.

Warum sterben die Tiere?

Einige unserer Tiere konnten wir in jungem Alter aus der industriellen Massentierhaltung oder Pelztierzucht befreien, andere leider erst in höherem Alter. Tiere, die in jungem Alter oder sogar als Babys gerettet und auf den Lebenshof gebracht werden können, haben meistens eine deutlich höhere Chance, ein langes und glĂŒckliches Leben verbringen zu können.


Andere Tiere wie z. B. Kuh Denise, die wir erst im Alter von 7 Jahren aus einem Milchbetrieb kurz vor der Schlachtung retten konnten, haben oft gesundheitliche Vorgeschichten, die speziellere Versorgungen und BedĂŒrfnisse mit sich bringen. Denise erlitt bspw. wĂ€hrend einer der Geburten ihrer KĂ€lber wahrscheinlich mindestens einen HĂŒftbruch, der damals vor Ort nie richtig behandelt wurde. Durch spezielle Behandlungen und Therapien versuchen wir, oft mit Erfolg, die SpĂ€tfolgen dieser schmerzhaften Verletzung zu behandeln und zu lindern. Inzwischen lebt Denise viele glĂŒckliche Jahre unter unserem Schutz, doch wir wissen nicht, ob sie durch ihre Vorgeschichte als ehemalige Kuh aus einem Milchbetrieb, das hohe Alter erreichen wird, das wir ihr so sehr wĂŒnschen.

Das Grab von Kartöffelchen nach seinem Tod
Grab von Kaninchen Kartöffelchen

Die Probleme der Massentierhaltung

Doch auch Tiere, die wir als Baby oder Jungtier retten konnten, haben zuchtbedingt mit kleineren bis grĂ¶ĂŸeren körperliche SchĂ€den zu kĂ€mpfen. Tiere wie Schweine, die zur Mast gezĂŒchtet werden, nehmen oft viel zu schnell Gewicht zu, was sich natĂŒrlich auf ihre Gelenke und Organe auswirkt. Unsere Schweine Jan, Laura und Stefan haben beispielsweise mit ihren Beinen zu kĂ€mpfen. Diese sind zuchtbedingt nicht darauf ausgelegt , ĂŒber viele Lebensjahre ein solch hohes Gewicht zu tragen. Nun im Alter treten immer Probleme beim Gehen auf, obwohl sie auf dem Lebenshof seit ihrer Kindheit nie gemĂ€stet wurden. Die Zucht zum Mastschwein könnte ihnen so jedoch trotzdem leider zum VerhĂ€ngnis werden.

Auch Puten oder andere GeflĂŒgelarten leiden oft unter ihrer Qualzucht, da ihre Körper meist viel zu schnell und unnatĂŒrlich wachsen. Dies hat oftmals KnochenbrĂŒche und Schmerzen zur Folge.

Auch Tiere in Pelzfarmen haben oft große gesundheitliche Probleme. Die körperliche Verfassung der Tiere hat dort leider von Beginn an kaum PrioritĂ€t, da man dort keinen Wert auf eine lange Lebensdauer der Tiere legt und ihr frĂŒher Tod fĂŒr den Pelz bereits einkalkuliert ist. Dennoch hoffen wir natĂŒrlich immer, dass unsere geretteten Tiere ein möglichst langes und gesundes Leben haben werden. 

Was passiert nach dem Tod mit den Tieren?

Wenn einer unserer SchĂŒtzlinge verstirbt, bleiben sie meist fĂŒr eine kurze Zeit an ihrem Sterbeort liegen, damit sich die anderen Tiere von ihnen verabschieden können. Einige Tiere leben seit viele Jahren miteinander und haben enge Beziehungen. Daher ist es wichtig, dass auch die hinterbliebenen Tiere Zeit haben, den Tod zu begreifen. Wenn es uns möglich ist, lassen wie die verstorbenen Tiere einige Momente bei den anderen, damit diese sich in Ruhe verabschieden können. Einige Tiere gehen dann sofort weg, andere bleiben beim verstorbenen Tiere, legen sich dazu und lecken es ab.


Kleinere Tiere wie die Kaninchen werden i.d.R. auf dem Lebenshof beerdigt. GrĂ¶ĂŸere Tiere, wie Schweine oder Rinder genauso zu bestatten, ist aus Seuchenhygiene-GrĂŒnden ist nicht erlaubt. Diese Tiere mĂŒssen die Lebenshöfe leider an Tierkörperverwertungen ĂŒbergeben, was ein sehr trauriger, aber nicht vermeidbarere Schritt ist.

Egal, wie ein Tier verstirbt oder seine letzte Reise antritt: Unsere Patentiere bleiben uns fĂŒr immer in Erinnerung! 💞

In Erinnerung an (eine kleine Auswahl):

Wenn Du eine Patenschaft fĂŒr einen unserer SchĂŒtzlinge hast und dieser irgendwann sterben sollte, informieren wir Dich natĂŒrlich direkt. So kannst Du Dir in Ruhe ĂŒberlegen, ob Du die anderen Tiere weiterhin mit Deiner Spende unterstĂŒtzen möchtest!

Die Erinnerungsgeschichten an diese bereits verstorbenen Tiere findest Du auch hier auf unserer RegenbogenbrĂŒcke! 🌈

24 Antworten

  1. Barbara Schwarz

    Tausend Dank fĂŒr alles, was Ihr fĂŒr Eure SchĂŒtzlinge tut!

    Ich hoffe auf Eure KreativitĂ€t, “ wenn herkömmliche Medikamente bzw. fĂŒr sog. „Nutztiere“ nicht zugelassen sind und daher nicht verabreicht werden dĂŒrfen“, denn Ihr haltet schließlich keine „Nutztiere“ fĂŒr den Verzehr von menschlichen Barbaren!

    Liebe GrĂŒĂŸe,
    Barbara Schwarz

    • Deutsches Tierschutzbuero

      Vielen Danke fĂŒr Deine Nachricht, liebe Barbara! 💖

  2. Verena Bigalke

    Das macht ihr so schön, ich habe schon sehr viele meiner Tiere verloren vom 🐔 bis zur 🐐
    , die auch alle gerettet wurden. Ich habe es genauso gemacht, weil sie fĂŒr mich Familie waren. Rapunzel war mein Patentier🌈 und meinem Kaninchen Willi wĂŒnsche ich ein langes Leben auf dem Gnadenhof. Danke ❀ fĂŒr eure FĂŒrsorge

    • Deutsches Tierschutzbuero

      Vielen Dank fĂŒr Deine UnterstĂŒtzung, liebe Verena! 💖

  3. Susanne Werth

    Ihr macht das alles sooo grossartig. Ich bin immer wieder begeistert! Die Recherchen, die Art und Weise, wie ihr die Patenschaften begleitet und, und …
    Vielen, vielen Dank fĂŒr Euren wunderbaren Einsatz fĂŒr die Tiere!
    Herzlich, Susanne W.

  4. Birgit Heitmann

    Ich freue mich darĂŒber, daß die Tiere von Euch liebevoll behandelt werden. BezĂŒglich Umgang mit Tieren und unserer Erde: Gestern wollte ich auf einer öffentlichen Demo das Gedicht von Hilde Philippi vorlesen „Die Erde spricht“. Darin beklagt sich die Erde, wie schlecht wir mit ihr umgehen. Leider wurde mir schon beim ersten Satz des Vorwortes das Mikrofon abgenommen, denn der Veranstalter+Fleischesser Ansgar Klein wollte nicht, daß ich berichte, wie unsere ErdoberflĂ€che weltweit mit GĂŒlle aus der Massentierhaltung verseucht wird. Und die Schmerzen und die Angst der Tiere sind ihm auch egal, wie so vielen Fleischessern. Also werde ich per e-mail vielen Demo-Teilnehmern davon berichten. Wissenschaftler haben errechnet, daß in 10 Jahren die BiodiversitĂ€t unserer Erde zerstört ist. Dann wird es massive ErnĂ€hrungsprobleme geben und infolge auch Kriege. Aber ich bin eine 75-jĂ€hrige arme Rentnerin und kann nur e-mails schreiben und versuchen, unterwegs Leute anzusprechen. Was ratet Ihr mir?

    • Deutsches Tierschutzbuero

      Vielen Dank fĂŒr Deine motivierenden Worte und Dein Engagement, liebe Birgit. 💝

  5. Gabi LĂ€mmermann

    Ich finde es sehr berĂŒhrend, wie den Tieren auf den Lebenshöfen ein neues und glĂŒckliches Leben geschenkt wird. Leider haben nur sehr wenige Tiere das GlĂŒck, gerettet zu werden…. Micht macht es unendlich traurig, was der „Mensch“ den Tieren an Leid zufĂŒgt…Tiere sind empfindsame Geschöpfe, die die gleichen GefĂŒhle wie wir empfinden. Wir sind es ihnen schuldig, sie mit Respekt zu behandeln – leider sieht die RealitĂ€t ganz anders aus. Ich wĂŒnsche mir von Herzen, dass endlich ein umdenken in Köpfen der Menschheit stattfindet und auch die verantwortlichen Politiker die Gesetze Ă€ndern, bzw. die Einhaltung gewĂ€hrleistet wird.
    Ich finde es großartig, dass es die Lebenshöfe gibt und habe seit lĂ€ngerer Zeit eine Patenschaft fĂŒr die Ente „Franzi“ ĂŒbernommen.
    Ich wĂŒnsche den Mitarbeitern viel Erfolg bei ihrer wichtigen Arbeit und möglichst vielen Tieren das GlĂŒck, einen Platz auf einem Lebenshof zu bekommen…

  6. Manfred Molitor

    FĂŒr jedes dieser Tiere (Lebenskumpel) gilt: sie stammen vom selben Gott ab – atmeten dieselbe Luft -und haben den Augenblick der Auferstehung wie Jeschua auch. Sie leben dann dort und so, wie ihr Schöpfer es bestimmt hat, zeitlich unbegrenzt.

    Manfred Molitor

  7. Gabriela Behling

    Hallo Ihr Lieben, Danke fĂŒr alles was Ihr fĂŒr die Tiere tut. Es ist so wunderbar, daß Ihr wenigstens einige Tiere retten könnt aus der Gefangenschaft und Misshandlung. Mir tat ganz besonders Mascha leid, wie ich das Video sah und sie aus Angst gepullert hat, da sie nicht wusste was jetzt mit ihr geschiet, als Ihr sie gerettet habt. Ich kann bis heute nicht verstehen, daß es noch Menschen gibt, ob jung oder alt, ob Mann oder Frau , die im Winter Fellkragen oder Fellbommel MĂŒtzen tragen und das leid der Tiere absolut nicht interessiert. Junge AuslĂ€nderinnen ganz besonders, auch die MĂ€nner, da können die Fellkragen gar nicht groß genug sein. Ich finde das so furchtbar, daß sich mir jedesmal der Magen umdreht. Ich könnte die Anschreien! Im nĂ€chsten Herbst schon wird es nicht anders sein.
    Ich wĂŒnsche meiner kleinen PatenfĂŒchsin nur das Beste und natĂŒrlich auch Ihren Freunden.

  8. Gerd Lange

    Das ist sehr anrĂŒhrend und schön, dass die Patentiere, wo möglich, beerdigt werden und das die Patentiere in gewisser Weise in der Erinnerung weiterleben.

  9. Maisch

    Es ist traurig aber trotzdem wunderbar das sie noch einmal frei leben durften. Ich nehme immer wieder ein Tier zu mir das keiner will( Alter, amputiert, Auge fehlt oder dauernde EntzĂŒndung, Verstörte die bei Alkoholikern waren etc., Sie sind so dankbar und geben soviel zurĂŒck

  10. Kathrin

    Wie schön, dass sie nicht vergessen werden und es diese Memorialseite gibt. Danke Euch! Und noch schöner zu wissen, dass diese Tiere alle ein neues, zweites Leben genießen durften. Das zĂ€hlt so viel. Ich bin und bleibe gerne Patin.

  11. Margit-Gabriele BERGER

    Das Grab von Kaninchen Kartöffelchen ist so schön, man sieht,
    wieviel Liebe den Tieren geschenkt wird.
    Ich bin so froh, daß so gute, aktive Menschen dort arbeiten
    und wirken, allen ein großes
    Dankeschön.
    Auch an Lisa Wilhelm von Herzen Dank, sie versteht es ohne
    viel Aufhebens, die Tiere dort immer so schön zu prÀsentieren
    und uns Paten* und Förderer in einem guten Rhythmus zu informieren.
    Liebes Kartöffelchen, Du hattest noch so gute Jahre, wir
    denken an Dich und an die anderen Tiere, von denen wir
    Abschied nehmen mußten in WĂŒrde, Anstand und Liebe.

  12. Hannelore Tominc

    Ich danke euch fĂŒr euren unermĂŒdlichen Einsatz. Es ist immer schwer, ein Tier zu verlieren, aber es hatte doch eine schöne Zeit bei euch. Macht weiter so und viel Kraft fĂŒr eure Arbeit.

    • Deutsches Tierschutzbuero

      Vielen Dank fĂŒr Deine Worte, liebe Hannelore! 💜

  13. Michael Lauffenburger

    Ich habe noch niemanden wĂŒrdevoller sterben sehen als Tiere, sie nehmen Ihr Schicksal an wie es kommt !
    Sie ziehen sich in stille Ecken zurĂŒck, stellen die Nahrungsaufnahme ein und gehen Ihren Weg !

  14. Ingrid

    So finde ich sollte die ideale Beziehung zwischen Mensch und Tier sein – mit Respekt, Austausch und Dankbarkeit im Leben sich aneinander erfreuen, und der ewigen Seele auch ein Erinnerungs-Denkmal ihrer leiblichen HĂŒlle zu schenken! Danke fĂŒr diese Herzens-Arbeit! Ingrid

    • Deutsches Tierschutzbuero

      Da stimmen wir Dir absolut zu. Danke, liebe Ingrid! 💜

  15. Gabriele Piekarski

    Lieben, lieben Dank fĂŒr die so liebevolle Pflege und UnterstĂŒtzung unserer so lieben kuscheligen Mascha.
    Und natĂŒrlich auch ebenso fĂŒr all die anderen Tiere. DANKE DANKE DANKE
    Wenn man ein Tier rettet, rettet man nicht die Welt, jedoch fĂŒr dieses eine Tier Ă€ndert sich die ganze Welt.
    Mascha bleibt fĂŒr immer in meinem ❀ sowie auch meine drei verstorbenen
    Notfall KĂ€tzchen. ❀
    đŸ˜„đŸ˜ą đŸșđŸŸđŸŸ đŸŒ» 🌈 ☁☁ leb wohl Mascha! đŸ™‹â€â™€ïž

  16. Marlon Weber

    Unser Hund ist vor kurzem gestorben. Echt hilfreich war der Tipp, dass man den anderen Tieren zum Abschied das tote Tier hinterlegen sollte, damit sie Abschied nehmen können. Wir werden uns um eine Tierbestattung kĂŒmmern.

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