Wenn ein Patentier verstirbt! ­čîł

Ver├Âffentlicht in: Neuigkeiten | 21

Leider geschieht es auch bei bester Pflege, dass unsere Sch├╝tzlinge auf den Lebensh├Âfen irgendwann versterben und sich auf den Weg ├╝ber die Regenbogenbr├╝cke begeben. ­čĺö

Nach ihren Rettungen d├╝rfen die Tiere eine unbek├╝mmerte Zeit auf den Lebensh├Âfen verbringen. Man stellt dort keine Anforderungen an sie oder nutzt sie in irgendeiner Form. Regelm├Ą├čige tier├Ąrztliche Untersuchungen und Kontrollen erm├Âglichen den Tieren, neben viel Platz und Liebe, das bestm├Âgliche Leben, das man ihnen bieten kann. Einige unserer Tiere konnten wir in jungem Alter aus der industriellen Massentierhaltung oder Pelztierzucht befreien, andere leider erst in h├Âherem Alter. Tiere, die in jungem Alter oder sogar als Babys gerettet und auf den Lebenshof gebracht werden k├Ânnen, haben meistens eine deutlich h├Âhere Chance, ein langes und gl├╝ckliches Leben verbringen zu k├Ânnen.
Andere Tiere wie z. B. Kuh Denise, die wir erst im Alter von 7 Jahren aus einem Milchbetrieb kurz vor der Schlachtung retten konnten, haben oft gesundheitliche Vorgeschichten, die speziellere Versorgungen und Bed├╝rfnisse mit sich bringen. Denise erlitt bspw. w├Ąhrend einer der Geburten ihrer K├Ąlber wahrscheinlich mindestens einen H├╝ftbruch, der damals vor Ort nie richtig behandelt wurde. Durch spezielle Behandlungen und Therapien versuchen wir, oft mit Erfolg, die Sp├Ątfolgen dieser schmerzhaften Verletzung zu behandeln und zu lindern. Inzwischen lebt Denise viele gl├╝ckliche Jahre unter unserem Schutz, doch wir wissen nicht, ob sie durch ihre Vorgeschichte als ehemalige Milchkuh das hohe Alter erreichen wird, das wir ihr so sehr w├╝nschen.

Grab von Kaninchen Kart├Âffelchen

Doch auch Tiere, die wir als Baby oder Jungtier retten konnten, haben zuchtbedingt mit kleineren bis gr├Â├čeren k├Ârperliche Sch├Ąden zu k├Ąmpfen. Tiere wie Schweine, die zur Mast gez├╝chtet werden, nehmen oft viel zu schnell Gewicht zu, was sich nat├╝rlich auf ihre Gelenke und Organe auswirkt. Unsere Schweine Jan, Laura und Stefan haben beispielsweise mit ihren Beinen zu k├Ąmpfen, weil diese nicht darauf ausgelegt sind, ├╝ber viele Jahre ein solch hohes Gewicht zu tragen. Nun mit ca. 7 Jahren treten hin und wieder Probleme beim Gehen auf, obwohl sie auf dem Lebenshof seit ihrer Kindheit nie gem├Ąstet wurden, aber ihnen die Zucht zum Mastschwein zum Verh├Ąngnis werden kann. Auch Puten oder andere Gefl├╝gelarten leiden oft unter ihrer Qualzucht, da ihre K├Ârper meist viel zu schnell und unnat├╝rlich wachsen, sodass ihre Beine nach einiger Zeit unter ihnen wegzubrechen drohen. Gl├╝cklicherweise haben wir und die Lebensh├Âfe ├╝ber die Jahre viel ├╝ber die Tiere gelernt und Tipps und Tricks gelernt, den Tieren bestm├Âglich zu helfen, wenn herk├Âmmliche Medikamente bzw. f├╝r sog. „Nutztiere“ nicht zugelassen sind und daher nicht verabreicht werden d├╝rfen.

Was passiert nach dem Tod mit den Tieren?

Wenn einer unserer Sch├╝tzlinge verstirbt, bleiben sie meist f├╝r eine kurze Zeit an ihrem Sterbeort liegen, damit sich die anderen Tiere von ihnen verabschieden k├Ânnen. Einige Tiere leben seit viele Jahren miteinander und haben enge Beziehungen. Daher ist es wichtig, dass auch die Hinterbliebenen Zeit haben, den Tod zu begreifen. Als k├╝rzlich eines unserer Kaninchen (R.I.P. Luzie ­čĺť) verstarb, leckten die anderen ihren Kopf ab und kuschelten sich f├╝r einen Moment lang um sie herum. Wir sehen dies auf jeden Fall als eine Art Abschied und als einen weiteren Beweis daf├╝r, dass Tiere die gleichen Empfindungen und Emotionen haben k├Ânnen, wie menschliche Lebewesen!
Kleinere Tiere wie die Kaninchen werden i.d.R. auf dem Lebenshof beerdigt. Gr├Â├čere Tiere, wie Schweine oder Rinder genauso zu bestatten, ist aus Seuchenhygiene-Gr├╝nden ist nicht erlaubt, daher m├╝ssen die Lebensh├Âfe sie leider an Tierk├Ârperverwertungen ├╝bergeben, was ein sehr trauriger, aber nicht vermeidbarere Schritt ist.

Egal, wie ein Tier verstirbt oder seine letzte Reise antritt: Unsere Patentiere bleiben uns f├╝r immer in Erinnerung! ­čĺ×

In Erinnerung an (eine kleine Auswahl):

Wenn Du eine Patenschaft f├╝r einen unserer Sch├╝tzlinge hast und dieser irgendwann sterben sollte, informieren wir Dich nat├╝rlich direkt und Du kannst Dir ├╝berlegen, ob Du die anderen Tiere weiterhin mit Deiner Spende unterst├╝tzen m├Âchtest!

Die Erinnerungsgeschichten an diese bereits verstorbenen Tiere findest Du auch hier auf unserer Regenbogenbr├╝cke! ­čîł

21 Antworten

  1. Barbara Schwarz

    Tausend Dank f├╝r alles, was Ihr f├╝r Eure Sch├╝tzlinge tut!

    Ich hoffe auf Eure Kreativit├Ąt, “ wenn herk├Âmmliche Medikamente bzw. f├╝r sog. ÔÇ×NutztiereÔÇť nicht zugelassen sind und daher nicht verabreicht werden d├╝rfen“, denn Ihr haltet schlie├člich keine „Nutztiere“ f├╝r den Verzehr von menschlichen Barbaren!

    Liebe Gr├╝├če,
    Barbara Schwarz

    • Deutsches Tierschutzbuero

      Vielen Danke f├╝r Deine Nachricht, liebe Barbara! ­čĺľ

  2. Verena Bigalke

    Das macht ihr so sch├Ân, ich habe schon sehr viele meiner Tiere verloren vom ­čÉö bis zur ­čÉÉ
    , die auch alle gerettet wurden. Ich habe es genauso gemacht, weil sie f├╝r mich Familie waren. Rapunzel war mein Patentier­čîł und meinem Kaninchen Willi w├╝nsche ich ein langes Leben auf dem Gnadenhof. Danke ÔŁĄ´ŞĆ f├╝r eure F├╝rsorge

    • Deutsches Tierschutzbuero

      Vielen Dank f├╝r Deine Unterst├╝tzung, liebe Verena! ­čĺľ

  3. Susanne Werth

    Ihr macht das alles sooo grossartig. Ich bin immer wieder begeistert! Die Recherchen, die Art und Weise, wie ihr die Patenschaften begleitet und, und …
    Vielen, vielen Dank f├╝r Euren wunderbaren Einsatz f├╝r die Tiere!
    Herzlich, Susanne W.

  4. Birgit Heitmann

    Ich freue mich dar├╝ber, da├č die Tiere von Euch liebevoll behandelt werden. Bez├╝glich Umgang mit Tieren und unserer Erde: Gestern wollte ich auf einer ├Âffentlichen Demo das Gedicht von Hilde Philippi vorlesen „Die Erde spricht“. Darin beklagt sich die Erde, wie schlecht wir mit ihr umgehen. Leider wurde mir schon beim ersten Satz des Vorwortes das Mikrofon abgenommen, denn der Veranstalter+Fleischesser Ansgar Klein wollte nicht, da├č ich berichte, wie unsere Erdoberfl├Ąche weltweit mit G├╝lle aus der Massentierhaltung verseucht wird. Und die Schmerzen und die Angst der Tiere sind ihm auch egal, wie so vielen Fleischessern. Also werde ich per e-mail vielen Demo-Teilnehmern davon berichten. Wissenschaftler haben errechnet, da├č in 10 Jahren die Biodiversit├Ąt unserer Erde zerst├Ârt ist. Dann wird es massive Ern├Ąhrungsprobleme geben und infolge auch Kriege. Aber ich bin eine 75-j├Ąhrige arme Rentnerin und kann nur e-mails schreiben und versuchen, unterwegs Leute anzusprechen. Was ratet Ihr mir?

    • Deutsches Tierschutzbuero

      Vielen Dank f├╝r Deine motivierenden Worte und Dein Engagement, liebe Birgit. ­čĺŁ

  5. Gabi L├Ąmmermann

    Ich finde es sehr ber├╝hrend, wie den Tieren auf den Lebensh├Âfen ein neues und gl├╝ckliches Leben geschenkt wird. Leider haben nur sehr wenige Tiere das Gl├╝ck, gerettet zu werden…. Micht macht es unendlich traurig, was der „Mensch“ den Tieren an Leid zuf├╝gt…Tiere sind empfindsame Gesch├Âpfe, die die gleichen Gef├╝hle wie wir empfinden. Wir sind es ihnen schuldig, sie mit Respekt zu behandeln – leider sieht die Realit├Ąt ganz anders aus. Ich w├╝nsche mir von Herzen, dass endlich ein umdenken in K├Âpfen der Menschheit stattfindet und auch die verantwortlichen Politiker die Gesetze ├Ąndern, bzw. die Einhaltung gew├Ąhrleistet wird.
    Ich finde es gro├čartig, dass es die Lebensh├Âfe gibt und habe seit l├Ąngerer Zeit eine Patenschaft f├╝r die Ente „Franzi“ ├╝bernommen.
    Ich w├╝nsche den Mitarbeitern viel Erfolg bei ihrer wichtigen Arbeit und m├Âglichst vielen Tieren das Gl├╝ck, einen Platz auf einem Lebenshof zu bekommen…

  6. Manfred Molitor

    F├╝r jedes dieser Tiere (Lebenskumpel) gilt: sie stammen vom selben Gott ab – atmeten dieselbe Luft -und haben den Augenblick der Auferstehung wie Jeschua auch. Sie leben dann dort und so, wie ihr Sch├Âpfer es bestimmt hat, zeitlich unbegrenzt.

    Manfred Molitor

  7. Gabriela Behling

    Hallo Ihr Lieben, Danke f├╝r alles was Ihr f├╝r die Tiere tut. Es ist so wunderbar, da├č Ihr wenigstens einige Tiere retten k├Ânnt aus der Gefangenschaft und Misshandlung. Mir tat ganz besonders Mascha leid, wie ich das Video sah und sie aus Angst gepullert hat, da sie nicht wusste was jetzt mit ihr geschiet, als Ihr sie gerettet habt. Ich kann bis heute nicht verstehen, da├č es noch Menschen gibt, ob jung oder alt, ob Mann oder Frau , die im Winter Fellkragen oder Fellbommel M├╝tzen tragen und das leid der Tiere absolut nicht interessiert. Junge Ausl├Ąnderinnen ganz besonders, auch die M├Ąnner, da k├Ânnen die Fellkragen gar nicht gro├č genug sein. Ich finde das so furchtbar, da├č sich mir jedesmal der Magen umdreht. Ich k├Ânnte die Anschreien! Im n├Ąchsten Herbst schon wird es nicht anders sein.
    Ich w├╝nsche meiner kleinen Patenf├╝chsin nur das Beste und nat├╝rlich auch Ihren Freunden.

  8. Gerd Lange

    Das ist sehr anr├╝hrend und sch├Ân, dass die Patentiere, wo m├Âglich, beerdigt werden und das die Patentiere in gewisser Weise in der Erinnerung weiterleben.

  9. Maisch

    Es ist traurig aber trotzdem wunderbar das sie noch einmal frei leben durften. Ich nehme immer wieder ein Tier zu mir das keiner will( Alter, amputiert, Auge fehlt oder dauernde Entz├╝ndung, Verst├Ârte die bei Alkoholikern waren etc., Sie sind so dankbar und geben soviel zur├╝ck

  10. Kathrin

    Wie sch├Ân, dass sie nicht vergessen werden und es diese Memorialseite gibt. Danke Euch! Und noch sch├Âner zu wissen, dass diese Tiere alle ein neues, zweites Leben genie├čen durften. Das z├Ąhlt so viel. Ich bin und bleibe gerne Patin.

  11. Margit-Gabriele BERGER

    Das Grab von Kaninchen Kart├Âffelchen ist so sch├Ân, man sieht,
    wieviel Liebe den Tieren geschenkt wird.
    Ich bin so froh, da├č so gute, aktive Menschen dort arbeiten
    und wirken, allen ein gro├čes
    Dankesch├Ân.
    Auch an Lisa Wilhelm von Herzen Dank, sie versteht es ohne
    viel Aufhebens, die Tiere dort immer so sch├Ân zu pr├Ąsentieren
    und uns Paten* und F├Ârderer in einem guten Rhythmus zu informieren.
    Liebes Kart├Âffelchen, Du hattest noch so gute Jahre, wir
    denken an Dich und an die anderen Tiere, von denen wir
    Abschied nehmen mu├čten in W├╝rde, Anstand und Liebe.

  12. Hannelore Tominc

    Ich danke euch f├╝r euren unerm├╝dlichen Einsatz. Es ist immer schwer, ein Tier zu verlieren, aber es hatte doch eine sch├Âne Zeit bei euch. Macht weiter so und viel Kraft f├╝r eure Arbeit.

    • Deutsches Tierschutzbuero

      Vielen Dank f├╝r Deine Worte, liebe Hannelore! ­čĺť

  13. Michael Lauffenburger

    Ich habe noch niemanden w├╝rdevoller sterben sehen als Tiere, sie nehmen Ihr Schicksal an wie es kommt !
    Sie ziehen sich in stille Ecken zur├╝ck, stellen die Nahrungsaufnahme ein und gehen Ihren Weg !

  14. Ingrid

    So finde ich sollte die ideale Beziehung zwischen Mensch und Tier sein – mit Respekt, Austausch und Dankbarkeit im Leben sich aneinander erfreuen, und der ewigen Seele auch ein Erinnerungs-Denkmal ihrer leiblichen H├╝lle zu schenken! Danke f├╝r diese Herzens-Arbeit! Ingrid

    • Deutsches Tierschutzbuero

      Da stimmen wir Dir absolut zu. Danke, liebe Ingrid! ­čĺť

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