Unsere geretteten „Osterhäschen“ auf dem Lebenshof

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Der Frühling ist da, Ostern steht vor der Tür und unsere Kaninchen freuen sich über das tolle Wetter. Ob Feiertag oder nicht, seit ihren Rettungen ist jeder Tag der kleinen Kaninchenbande schön und feierwürdig. Was braucht es auch mehr als Liebe, Freiheit und leckeres Essen?! 🐇

In diesem Blogbeitrag möchten wir Euch gerne einen kleinen Einblick in das Leben unserer kleinen kuscheligen Freunde geben und Euch fröhliche Ostertage wünschen!

Unsere geretteten Kaninchen sind natürlich keine Osterhasen!

Vor wenigen Wochen jährte sich Willis Rettungstag zum sechsten Mal. Scheinbar ausgesetzt irrte das damals noch junge Kaninchen tagelang in einem Berliner Park umher.
Wir nahmen ihn auf und brachten ihn auf einen wunderschönen Lebenshof, wo er seither ein artgerechtes Leben führt.

Willi

Nur durch Zufall wurden wir vor einigen Jahren auf Luzie und ihren inzwischen leider verstorbenen Partner Lexie aufmerksam. Wir fanden die zwei in einem körperlich sehr schlechten Zustand. Beide lebten in einer Baracke ohne ausreichendes Futter und Wasser. Zudem stellten wir fest, dass Luzie durch die schlechte Haltung stark abgemagert und dehydriert war. Wir konnten die Tiere nicht in dieser traurigen Situation verharren lassen und für uns stand fest, dass beide Kaninchen ein besseres, artgerechtes Leben führen sollten.

So brachten wir beide schließlich auf einen befreundeten Lebenshof. Dort haben sie viel Platz, um ihre natürlichen Verhaltensweisen auszuleben. Luzie ist ein sehr schüchternes Kaninchen, ist aber durch viel Geduld und Liebe deutlich zutraulicher geworden. Es ist immer wieder erstaunlich, wie wunderbar sich gerettete Tiere erholen können, wenn sie artgerecht gehalten und mit Respekt behandelt werden.

Luzie ist auch im Alter noch unfassbar süß!

Beiden Kaninchen, die auf einem schönen Lebenshof im Spreewald leben, geht es trotz ihres vorangeschrittenen Alters sehr gut.
Willi genießt sein ruhiges Leben wie eh und je. Und auch Luzie fühlt sich im Kaninchenparadies sichtlich wohl. Ihr Lieblingsplatz befindet sich in einer der Heuhöhlen, von der sie alles aus sicherer Perspektive beobachten kann und alles mitbekommt. 
Beide Kaninchen haben ruhige und gelassene Charakter, die sich gut in die Kaninchengruppe einfügen. ♥️

Wissenswertes über Kaninchen

Kaninchen sind bewegungsfreudige, gesellige Tiere mit einem komplexen Sozialverhalten. In freier Wildbahn leben sie in Kolonien, wobei für jedes Tier eine eigene Rangordnung besteht.

Kaninchen werden jedoch für unterschiedliche Zwecke „genutzt“: als Lieferanten von Fleisch, Pelz und Angorawolle, als „Versuchstiere“ oder sog. „Haustiere“. Allein zur Fleischproduktion werden in Deutschland mehrere Millionen Mastkaninchen gehalten, wobei ihr Fleisch hierzulande eher zu den Nischenprodukten der Fleischproduktion gehört.

Unser geliebtes Kartöffelchen, den wir aus einer nicht-artgerchten Tierhaltung retteten. R.I.P.

Bei der konventionellen Kaninchenmast in deutschen Großbeständen, mit mehreren tausend Mastplätzen, dominiert die Käfighaltung, die vergleichbar ist mit der in Deutschland noch bis vor einigen Jahren praktizierten Haltung von Legehennen in Käfigbatterien. Die oft mehrstöckig übereinandergestapelten Metallkäfige sind von allen Seiten einsehbar und bieten den Kaninchen weder Rückzugs- und Versteckmöglichkeiten, noch sonstige Strukturierung – lediglich Trink- und Fressvorrichtungen sind vorhanden. Der Gitterboden ist ohne Einstreu, was beim ständigen Stehen und Sitzen der Tiere auf dem Gitter häufig Wunden an ihren Läufen verursacht. Zudem wird den Tieren kaum Platz zugestanden. Das erforderliche Endmastgewicht von knapp über 3 kg erreichen intensiv gemästete Kaninchen im Alter von etwa 84 bis 90 Lebenstagen, was bedeutet, dass die Tiere noch als Jungtiere geschlachtet werden.

Für ein gesundes und arttypisches Sozialverhalten brauchen Kaninchen die Möglichkeit zu Nähe und Distanz, d.h. die Gelegenheit des gezielten Aufsuchens eines Artgenossen und des zeitweiligen Rückzuges voneinander. Kaninchen haben einem immensen Bewegungsdrang, der mit der einer Katze vergleichbar ist. Mit den im Handel gängigen Ställen, wird man ihnen leider keinesfalls gerecht.  

Empfohlen werden hingegen Gehege mit mehreren Quadratmetern, mit unserschiedlichen und abwechsungsreichen Untergründen.

Pippi-Lotta retteten wir einst aus einer Kaninchenmast. Leider verstarb sie vor einigen Jahren. Wir denken oft an sie!

Was kannst Du tun?

Iss kein konventionelles Kaninchenfleisch, wenn Du nicht zu den beschriebenen Zuständen beitragen möchtest. Leider ist auch das Ausweichen auf Produkte aus Biohaltung oder privater Erzeugung nicht automatisch eine gute Lösung, da auch in diesen Haltungsformen Kaninchen häufig unter schlechten Bedingungen leben und sterben müssen. Verzichte des Weiteren auf Kleidungsstücke, die aus Kaninchenfell bestehen, wie zum Beispiel Angorawolle. Es gibt tolle tierleidfreie Alternativen, die man ohne schlechtes Gewissen tragen kann.

Als Pat*innen könnt auch Ihr unsere geretteten Kaninchen in ihrem schönen Zuhause auf dem Lebenshof besuchen. Schreibt uns gerne eine Nachricht an tierpatenschaft@tierschutzbuero.de, solltet Ihr Interesse an einer Patenschaft haben und Fragen dazu haben.

  1. Cornelia Kleuters

    Guten Tag,
    welch schöne Bilder. Ich denke auch oft an mein 1. Patentier Pippi Lotta.
    Und nun erfreut mich Willi. Ist Kartöffelchen verstorben ?
    Davon wusste ich nichts Welches Alter hatte Sie denn ?
    Mit freundlichem Gruß
    Kleuters

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