Rettungsjubiläum Füchsin Vale

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Heute ist ein besonderer Tag, denn die Rettung unserer Schützlinge Vale und Onni aus einer polnischen Pelzfarm jährt sich zum ersten Mal. Mehr über ihre Rettung erfährst Du in diesem Beitrag.  Dies ist natürlich ein Tag der Freude, denn die jungen Füchse entkamen durch unsere Rettung der Pelzindustrie und einem brutalen Tod nach wenigen Lebensmonaten. 

Leider hat ihre Geschichte auch einen bitteren Beigeschmack, denn Onni (und Halla, die wir ebenfalls an diesem Tag retteten und deren Rettung vom Lebenshof selbst kommuniziert wurde) verstarben binnen des ersten Jahres auf dem Lebenshof an den Folgen der schlechten Haltung und der Qualzucht der Pelzanlage. 

Füchsin Vale geht es aktuell gut und wir wünschen uns nichts mehr für sie als ein langes, gesundes Leben auf dem Lebenshof.  Wir hoffen sehr, dass es ihr auch weiterhin gut geht und sie ein unbeschwertes Leben führen kann. 

Mehr über den Tod von Onni: 

Onni entwickelte sich in den Monaten seit seiner Befreiung auf dem Lebenshof sehr gut. Im Mai 2022 zeigte Onni jedoch plötzlich ähnliche Verhaltensauffälligkeiten, die wir so von Polarfüchsin Mascha kannten, als es ihr im Jahr zuvor schlecht erging. Onni schlief nun auch deutlich mehr, verweigerte sein Futter und wirkte orientierungslos. 

Leider konnte die Ursache für sein Verhalten nicht geklärt werden. Es liegt daher die Vermutung der behandelnden Ärztin nahe, dass Onni, wie auch bereits Füchsin Mascha, an den Folgen der Überzüchtung und schlechten Haltung in der Pelzfarm verstarb. Die körperliche Verfassung der Tiere in den Pelzfarmen ist leider von Beginn an nicht optimal, da man in den Pelzfarmen keinen Wert auf eine lange Lebensdauer der Tiere legt und ihr früher Tod für den Pelz bereits einkalkuliert ist. Dennoch hoffen wir natürlich immer, dass unsere geretteten Tiere ein möglichst langes und gesundes Leben haben werden. 

Ende Mai verschlechterte sich Onnis Zustand jedoch rapide. Leider konnten die behandelnden Tierärzt*innen nicht mehr für Onni tun, als ihn zu erlösen. Er zeigte bis zum Tag der Einschläferung zu keinem Zeitpunkt Anzeichen von Schmerz oder Leid, doch sein Zustand verschlechterte sich so rapide, dass es keine andere Möglichkeit gab, als ihn durch die Tierärztin erlösen zu lassen.

Auch Halla, die Füchsin des Lebenshofes verstarb nur wenige Monate nach Onni mit gleichem Verlauf.

Um der Ursache des Todes auf den Grund gehen, veranlassten wir eine Obduktion, die jedoch leider keine Aufschlüsse brachte. Auch hier bleibt die Vermutung offen, dass die Verfassung der Tiere schon in jungen Jahren so schlecht ist, dass eine lange Lebenszeit auch nach bester Versorgung nicht garantiert ist.

Ein winziger Trost ist, dass Onni (und Halla) bis zuletzt liebevoll umsorgt wurde und bis zum Ende mit den anderen Füchsen auf dem Lebenshof sein durfte. Nichtsdestotrotz kam der Tod überraschend und traf uns hart. Uns bleibt die Gewissheit, dass sie nach ihrer Rettung in Liebe und Freiheit leben durften. Sie werden für immer in unseren Herzen bleiben!  

Du willst etwas gegen die Pelzindustrie tun und den Tieren helfen? 

Wir, das Deutsche Tierschutzbüro unterstützen die Europäische Bürgerinitiative „Fur Free Europe“. Gemeinsam mit anderen Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen fordern wir die EU auf, Pelzfarmen europaweit zu verbieten und ein Handelsverbot von Pelzprodukten am europäischen Markt auszusprechen.

Hilf uns dabei und unterzeichne hier die Petition und bekomme mehr Informationen. 

4 Antworten

  1. Veronika Meyer-Zietz

    Pelze handeln, verkaufen und Pelze anziehen sollte öffentlich geächtet werden-
    Sprecht die Leute an, die Pelbesatz an Kaputzen tragen, erst recht die mit Pelzmänteln. erklärt die Qual der Pelztiere. Der Pelz gehört dem Tier, nicht Dir.

  2. Gerd Lange

    Es ist herzzerreisend lesen zu müssen, dass zwei Füchse nur ein recht kurzes Leben in Freiheit geniessen konnten und das die Ursache in der misserablen, verachtenswerten Tierhaltung der Pelzzucht liegt. Ich kann solche Menschen nicht verstehen, die so verachtenswert mit dem Leben eines anderen Lebewesen umgehen und erst recht nicht, das Tiere leiden müssen, wegen einem Pelz.

  3. Ulrich Stolarczyk

    Es ist schon viel geschrieben u. reklamiert worden – noch zu wenig. Immer noch gibt es dümmlich ignorante u. arrogante Käufer die diese Pelzqual unterstützen. Also weiter aktiv für Tiere in Not eintreten. Proteste, Petitionen, Personen ansprechen, aufklären. – Der Kontrast der vorgespielten „Glückseligkeit“ u. der Realität ist schockierend. Heuchlerisch u. bösartig, so muß das Handeln u. Reden vieler Tierhalter u. Politiker, aber auch mancher Bürger bezeichnet werden, die bestehende Verhältnisse in Ställen, Schlachthöfen, auf Tiertransporten, in Tierquallaboren … als normal bezeichnen u. damit keine Verbesserung zugunsten der Tiere wollen. Unbedacht, dumm, wenig informiert, so scheint aber auch ein nicht unbedeutender Teil der Bevölkerung Verstöße gegen Tiere hinzunehmen. Leider müssen Selbstverständlichkeiten oft als Sieg gefeiert werden, wenn Tiere aus üblen Zuständen befreit werden können. – Es hilft nicht: weitermachen für Tiere in Not einsetzen, ihnen helfen, Aufmerksamkeit erzeugen, Zustände aufzeigen u. auch anzeigen. Dies ist die Realität.

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