Hurra! ? Hilde, Emil & Franzi seit 3 Jahren in Freiheit!

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Heute ist ein besonderer Tag, denn heute vor drei Jahren gelang es uns drei junge Enten aus einer Mastanlage zu befreien!

Als wir die Mastanlage in einer kalten Novembernacht betraten, fanden wir viele tausende junge Enten vor, deren einzige Bestimmung es war als Braten zu enden. Weder hatten diese Tiere in ihrem Leben Tageslicht sehen noch frisches Wasser unter ihren Federn spüren dürfen. Dies ist besonders tragisch, denn Enten verbringen unter natürlichen Bedingungen die meiste Zeit ihres Lebens im Wasser.

Da uns drei freie Plätze auf einem unserer befreundeten Lebenshöfe zugesagt wurden, bekamen wir die Möglichkeit den drei Enten ein neues und artgerechtes Leben schenken zu können.

Enten in der Mast

Jährlich werden ca. 16 Millionen (Schlachtzahlen 2019, Statistisches Bundesamt) Enten in Deutschland geschlachtet. Etwa 2 Millionen Tiere leben und leiden aktuell in hiesigen Mastanlgen. Hierbei ist eine sog. „Bodenhaltung“ gängig, in der die Tiere in beengten, geschlossenen Stallanlagen, meist ohne Fenster, zusammenleben. Dabei sind Gruppengrößen von bis zu 13.000 Tieren möglich. Einstreu als Bodenbelag ist zwar eine Haltungsempfehlung, jedoch keine Pflicht. So müssen die Tiere i.d.R. auf harten Böden aus Plastik, Holz oder Draht in ihren eigenen Exkrementen leben.

Obwohl Enten Land- und Wassertiere sind, wird ihnen der Zugang zu Bademöglichkeiten in der Intensivhaltung in den meisten Fälllen verwehrt. Zum Wohlbefinden der Tiere gehört, dass sie all diese Verhaltensweisen ausführen können. Durch diese fehlenden Auslebungsmöglichkeiten ihrer natürlichen Befürnisse und den viel zu hohen Besatzdichten in der Mast, entwickeln viele Enten Krankeiten und Verhaltenstörungen. Sie leiden, um nach wenigen Wochen einen qualvollen Tod zu sterben.

Rettung der Enten

Tiere aus Mastanlagen zu befreien bedeutet auch immer einzelne Tiere auswählen zu müssen, die ein glückliches Leben auf dem Lebenshof führen dürfen. Leider sind diese Plätze stark begrenzt, sodass man nie alle Tiere aus ihrer misslichen Lage befreien kann! Es ist daher nicht leicht zu entscheiden und nicht immer vor der Rettung klar, welches Tier/Tiere ausgewählt werden, weiter leben zu dürfen. Auch für uns zählt der bekannte Spruch: „Ein einzelnes Tier zu retten verändert nicht die Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier!“

Im Falle der Enten entschied der Zufall, denn die verängstigen Tiere einzufangen, ohne sie noch mehr zu stressen oder gar zu verletzen, war höchte Priorität. Hilde, Emil & Franzi ließen sich ruhig und brav aus der Masse heben und sicher in den Transportboxen verstauen, um sie in ihr neues Zuhause bringen zu können. So kam es, dass wir ihnen ein neues Lebens schenken konnten.

Auf dem Lebenshof angekommen, brachten wir die drei in ihre neue Unterkuft – dem Entenparadies. Dort können sie in einem großen Außengehege mit einem Wasserdurchlauf und reichlich Platz zum Wühlen, Erkunden und Entspannen, ihr Leben genießen.

Hilde, die mutigste der drei Enten, spazierte durch das Gehege, erkundete alles und machte sich nach nur wenigen Minuten in Freiheit bereit für ihr erstes Bad im kühlen Nass. Sie zögerte nicht lange und glitt ins Wasser, badete und reinigte ihre Federn, als hätte sie nie etwas anderes getan. Es erfüllte uns alle mit großer Freude zu sehen, dass sie sich trotz der Gefangenschaft ihre natürlichen Verhaltensweisen und Instinkte behalten hatte.

Heute, drei Jahre später, könnte es Hilde, Emil und Franzi kaum besser gehen. Sie haben sich toll entwickelt, lassen es sich gut gehen und dürfen ihren natürlichen Bedürfnisen nachgehen. Hier kannst Du mehr über die Entwicklung der Enten im Laufe der Zeit nachlesen.

Schau Dir hier das bewegende Rettungsvideo an:

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Mit einer symbolischen Tierpatenschaft für eine dieser tollen Enten, kannst Du die drei auf dem Lebenshof besuchen und sehen wie gut es ihnen dort geht.

Schreibt uns bei Fragen gerne eine Nachicht an tierpatenschaft@tierschutzbuero.de

3 Antworten

  1. Karin Erker

    Eine schöne Nachricht aber nur ein Tropfen auf den heissen stein. Wie kann es möglich sein, dass Tiere von Menschenhand so ein Leben führen müssen. Diese massentierhaltung, die nicht dem tierwohl entspricht, müssen wir stoppen. Die Menschen haben den Tieren die Hölle auf Erden gebracht und es wird sich oder hat sich schon Gerücht durch die Vieren, die dadurch entstehen.

  2. Karin Schröder

    Ihr lieben Tierfreunde und -retter,

    gerade habe ich Freudentränen geweint beim Lesen und Ansehen eures Beitrages.

    Nun habe ich auch den Entschluss gefasst, meinem Freund Conrad aus gutem Grund zu Weihnachten und danach eine Tierpatenschaft für 1 der 3 geretteten Enten zu schenken.

    Liebr Grüße von mir, Karin Schröder

    Schön, dass es euch gibt !!

  3. Christine Utzinger

    Ich kann mir das Video überhaupt nicht ansehen. (Okay, die Musik hat gezeigt, dass es jetzt der schoene Teil kommt!)
    Warum ist diese Art der Tierhaltung überhaupt noch erlaubt?

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