Ein schöner Tag auf dem Lebenshof!

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Zu Besuch bei unseren Schweinen im Elsass ❤️☀️

Lange mussten wir dieses Jahr warten, bis wir unsere Schweine Jan, Laura und Stefan endlich wieder besuchen konnten. Da unser geliebtes Schweinetrio auf einem Lebenshof im schönen Elsass lebt und der Hof somit in Frankreich liegt, war ein Besuch pandemiebedingt leider nicht früher möglich. Nun war es aber endlich wieder soweit und wir durften – bepackt mit einer großen Obst- und Gemüsekiste – den Weg zu unseren Schweinis antreten.

Endlich angekommen, war unser erstes Ziel natürlich das Gehege der Schweine aka das Rüsselparadies. 😀 Wie gewohnt und erwartet schlummerten die drei gemütlich in schattigen Plätzchen und in einem der Suhllöcher, welches besonders von Schwein Jan präferiert wird.

Die Schweine sind Besuch und auch die Nähe zu Menschen gewohnt. Da auf dem Lebenshof immer etwas los ist und sich die Hofbetreiber*innen sehr liebevoll um alle Tiere kümmern, genießen unsere geretteten Schweine den Kontakt zu Menschen sehr. Es dauerte also nicht lange, bis wir von ihnen entdeckt wurden. Vielleicht war es auch der große Obstkorb, der besonders Jans Aufmerksamkeit auf uns lenkte. 😉

Nach ausgiebiger Kuschelbegrüßung gab es die heiß ersehnten Mitbrigsel für alle. 🍍🍈🍍 Schweine sind sehr soziale und freundliche Tiere, doch beim Essen kann der Frieden schon mal aufhören. Daher haben wir natürlich immer genug für jedes einzelne Tiere dabei und achten bei der Fütterung darauf, dass immer gleichzeitig gefüttert oder genügend Abstand eingehalten wird.

Nachdem alle Schweinebäuche mit köstlichen Ananas, Melonen und Kürbissen – die Leibspeisen der drei – gefüllt waren, nahmen Jan und Stefan ein ausgiebiges Bad im Schlammloch. Laura verzichtete auf die Abkühlung im Schlammbad und machte es sich im neu gebauten Häuschen gemütlich, um ein Mittagsschläfchen abzuhalten.

Wir verbrachten noch einige Stunden auf dem Lebenshof, kuschelten ausgiebig mit den Schweinis und knipsten einige schöne Schnappschüsse, die uns an diesen wundervoll sonnigen Herbsttag auf dem schönen Lebenshof erinnern werden. Als jüngstes Bauprojekt im Stallgehege begutachteten wir den neuen Zaun zum Schutz vor einer Krankheitsübertragung durch wildlebende Tiere.

Sicherheitszaun gegen die Afrikanische Schweinepest

Viele von Euch haben es bestimmt schon mitbekommen – die Afrikanische Schweinepest (ASP) besorgt seit einiger Zeit viele Lebenshöfe, die Schweine beherbergen. Um die Tiere vor Ansteckung durch wildlebende Schweine zu schützen, bauten kürzlich viele fleißige Helfer*innen einen zweiten Zaum um das bestehende Schweingehege. So brauchen wir uns keine Sorgen machen, dass sich Jan, Laura und Stefan mit dem tödlichen Virus infizieren könnten.

Was macht die Afrikanische Schweinepest so gefährlich?

Die Afrikanische Schweinepest ist eine ansteckende Tierseuche, die bei Haus- und Wildschweinen in der Regel zum Tode führt. Im September 2020 wurden in Brandenburg erste Fälle bei Wildschweinen in Deutschland bestätigt. Somit steigt auch die Gefahr, dass sich Schweine auf Lebenshöfen oder allgemeinen landwirtschaftlichen Betrieben anstecken können. Dies hätte jedoch fatale Folgen für die Tiere, denn sollte auch nur ein Schwein an der ASP erkranken, muss der gesamte Bestand, also alle im Stall lebenden Schweine, getötet werden. In einzelnen Fällen reichte in der Vergangenheit sogar traurigerweise der Verdacht einer Infizierung aus.

Da eine Übertragung entweder direkt von Tier zu Tier bzw. Mensch zu Tier erfolgt oder indirekt über Transportmittel oder Gegenstände, sind besondere Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen notwendig. Menschen und andere Tiere können sich mit dem Virus nicht anstecken. Der Mensch ist jedoch ein ausschlaggebender Faktor bei der Übertragung und Verbreitung.

Um das Risiko einer massenhaften Ausbreitung des Virus zu minimieren, wurden in Risikogebieten bereits verstärkt Wildschweine bejagt und getötet. Wir sehen den massenhaften Abschuss von wildlebenden Schweinen sehr kritisch und distanzieren uns ausdrücklich von dieser Praktik. Die Tiere werden so für etwas verantwortlich gemacht und bestraft, was hauptsächlich Menschen zu verantworten haben. Massentierhaltung und Fleischindustrie begünstigen die Verbreitung des Virus durch die geballte Vielzahl an Tieren auf einem Fleck und der teilweise unzureichenden Hygiene enorm. Zudem ist aktuell keinesfalls erwiesen, dass ein verminderter Wildbestand die Ausbreitung der Seuche verhindert.

Wir sind froh, dass der gebaute Zaun unsere Schweine auf dem Lebenshof nun gut schützen wird und sie nichts zu befürchten haben!

Eine Patenschaft macht Hilfe möglich!

Durch die Unterstützung unserer lieben Pat*innen ist es möglich solch´ wichtige Projekte, wie bspw. den Bau eines neuen Zauns, zu realisieren! Wir sind sehr glücklich, dass wir den Tieren so die bestmögliche Versorgung zukommen lassen können.

Wenn auch Du unsere Tiere mit einer Patenschaft unterstützen möchtest, schau doch gerne mal hier vorbei oder schreib eine Nachricht an tierpatenschaft@tierschutzbuero.de .

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