Aus Horror-Hof gerettet: Schwein Jan, das reservierte Spanferkel.

Jan war schon reserviert für den Schlachter. „Die Figur ist perfekt für ein Spanferkel“ hieß es, als unser Tierretter Jan Peifer das hörte, nahm er den kleinen Jan mit und rettete ihn so vor seinem Schicksal. Das „ehemalige“ Spanferkel ist das Leittier unserer kleinen Schweinefamilie und ist froh, dass es noch lebt – ein Schlachter wird Schwein Jan höchstens noch auf einem Foto zu Gesicht bekommen.

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Den Boden sah man vor lauter Dreck nicht, es stank überall nach Kot und Verwesung, alle paar Meter fand man in den riesigen Müllbergen tote Tiere. Was wie eine Szene aus einem Horrorfilm klingt, war für Dutzende von Schweinen, Hunden und Enten Alltag. Ein Tier-Messie hielt über Jahre in diesem Elend seine Tiere. Jedoch hatte er nicht gemerkt, dass ihm das Ganze schon lange über den Kopf gewachsen ist und die Tiere leiden. Die Tiere auf dem Hof drohten zu verhungern. Bei unserem ersten Besuch auf dem Hof fanden wir mehrere tote Schweine. Andere Tiere waren am Sterben, kurzerhand nahmen wir ein Schwein mit, das gerade von Ratten angefressen worden war. Lange war nicht klar, ob das Ferkel überleben wird, jetzt lebt es glücklich auf einem Lebenshof in Norddeutschland, wir haben es auf den Namen Rosa-Mariechen getauft.

Nach der Rettung von Rosa-Mariechen hatten wir eine Anzeige beim zuständigen Veterinäramt erstattet. Dort war der Fall zu unserer Überraschung bekannt, doch handeln wollte man nicht. Wir recherchierten weiter und stellen fest, dass der Tierhalter bereits ein Tierhalteverbot hat, doch auch das interessierte das Veterinäramt nicht. Bei weiteren Besuchen auf dem Horror-Hof konnten wir dokumentieren, dass der Messie einige der Schweine an einen Schlachthof verkaufte, damit war er zumindest teilweise gewerblich tätig, wieder eine Anzeige beim Veterinäramt, denn wenn die Tiere in den menschlichen Verzehr kommen, gelten noch andere Auflagen, diese kann der Messie nicht erfüllen. Doch das Veterinäramt sah keinen Handlungsbedarf. Wir erstatteten daraufhin Strafanzeige gegen das Amt. Da sich solche Anzeigen und Prozesse lange hinziehen können, wir aber den Tieren schneller helfen wollten, hatten wir zusammen mit der Grundstückseigentümerin eine Räumungsklage durchsetzen können. Gemeinsam mit der Polizei konnten wir so den Hof räumen und die Tiere versorgen.

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Jan lebt jetzt mit seinen schweinischen Gefährten  Laura und Stefan auf einem schönen Lebenshof im Raum Schwarzwald und kann sich jeden Tag auf einem sehr großen Gelände austoben und alle vier Jahreszeiten in Freiheit genießen und sich seines Lebens erfreuen.

Ja, ich möchte die Patenschaft für Jan übernehmen.
Ja, ich möchte die Patenschaft für Jan verschenken.