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16.02.2016

Wir mussten uns von Dorte verabschieden.

Leider haben wir gestern den Kampf gegen die Krankheit verloren und mussten Dorte von ihrem Leid erlösen. Wir haben uns gestern Nachmittag nach langen Gesprächen mit den Tierärzten und der Tierlheilpraktikerin schweren Herzens dazu entschieden, Dorte einzuschläfern. Diese Enscheidung war sehr schwer und ist uns definitiv nicht leicht gefallen. Aber Dortes Zustand hat sich leider nicht mehr verbessert und ihre Kräfte hatten sie nun völlig verlassen. Obwohl zunächst eine Besserung ihrer Lungenentzündung zu verzeichnen war, baute sie von Tag zu Tag ab und konnte am Ende nicht mehr alleine aufstehen oder sich auf den Beinen halten, wenn man sie aufrichtete, was für ein Rind eine untragbare Situation und leider aussichtslos ist. Wir und die Ärzte haben uns tagtäglich bemüht, Dorte zu helfen und sie bei ihrer Genesung zu unterstützen. Gestern sind wir jedoch leider an dem Punkt angekommen, an dem es keinen Weg mehr gab und wir auch im Sinne des Tiers eine Entscheidung treffen mussten.

Wir sind unglaublich traurig und wünschen Dorte auf ihrem jetzigen Weg alles Gute und schenken ihr viel Kraft und Liebe. Dennoch sind wir auch sehr froh, dass wir ihr, wenn auch leider viel zu kurz, eine schöne Zeit in Freiheit auf einem Gnadenhof mit ihrer Freundin Denise schenken konnten. Wir sind dankbar, dass Dorte uns die kleine Marla geschenkt hat und sie nun ein friedliches Leben, fern ab der Massentierhaltung, führen und erobern kann. Es macht uns auch sehr glücklich, dass Dorte es noch einmal erleben durfte, ein Kalb auf die Welt zu bringen und es spüren konnte, wie es sich anfühlt, wenn man es behalten darf. Dorte hat sich ganz zauberhaft um die kleine Marla gekümmert und war sehr stolz auf sie. Seien Sie an dieser Stelle unbesorgt, ihre Gefährtin Denise hat die Mutterrolle bereits übernommen und kümmert sich wundervoll um Marla. Den beiden geht es soweit gut und es fehlt ihnen an nichts.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und die Nachsorge für Dorte!

 

Wie werden Dorte niemals vergessen und lassen sie nun in Frieden ruhen.

 

Immer wenn wir von dir erzählen,
fallen Sonnenstrahlen in unsere Seelen,
Tränen rollen über unsere Wangen,
unsere Herzen halten dich gefangen,
so als wärst du nie gegangen.

 

Hier nochmal zur Erinnerung das Video von Dorte, als sie ihre ersten Schritte auf einer Weide machen durfte, nachdem sie fast sieben Jahre im Stall gehalten wurde:

Dortes Krankheitsverlauf:

Unsere Kuh Dorte ist leider überraschend und unvorhersehbar vier Wochen nach der Geburt von ihrem Kalb Marla sehr krank geworden und musste am 05.02.2015 in die Tierklinik gebracht werden.
Wir sind darüber sehr traurig und vor allem sehr besorgt. Vor ein paar Tagen erst wurde sie sehr schwach und hatte kaum noch Lust etwas zu fressen. Zuerst gingen wir und der Tierarzt davon aus, dass es mit der Geburt von Marla zusammenhängt und Dorte deshalb so geschwächt sei, da dies oft bei Rindern der Fall ist. Doch leider zeigte sich trotz der Maßnahmen des Tierarztes keine Besserung, sodass wir uns entschlossen haben, Dorte in die Tierklinik zu bringen. Wir hoffen und drücken die Daumen, dass man unserer Dorte hier schnell helfen kann und sie sich schnell wieder erholen und genesen kann.
Laut Auskunft unseres Tierarztes müssen wir jedoch sowohl mit einer OP sowie mit einem längerem Aufenthalt in der Tierklinik rechnen. Da uns so einige größere und nicht vorhersehbare Kosten (wie z.B. auch durch den Transport in die Klinik) entstehen werden, bitten wir Sie um Ihre Unterstützung.

Mehr Infos über Dortes Gesundheitsstand finden Sie auf dieser Seite.

Von weiteren genauen Fragen bitten wir derzeit abzusehen, da wir sie vermutlich nicht beantworten können. Danke für Ihr Verständnis. Wir berichten hier wieder, wenn wir mehr wissen.

Sie kennen Dorte aber gar noch nicht und interessieren sich für ihre Rettungsgeschichte? Dann schauen Sie mal hier!

05.02.2016:Dorte wird in die Tierklinik gebracht. Wir sind dabei und warten auf erste Untersuchungsergebisse. Wir hoffen und bangen!

05.02.2016, abends:

Laut ersten Aussagen der Tierärzte hat Dorte eine Lungenentzündung und bekommt Antibiotika sowie Schmerzmittel, morgen gehen die Untersuchungen weiter. Wir sind weiterhin besorgt und denken fest an Dorte. Wir gehen sie morgen Mittag besuchen und berichten dann wieder.

06.02.2016, abends:

Wir kommen gerade aus der Tierklinik, Dorte wird hier sehr gut behandelt und betreut. Sie wurde mehrfach untersucht und wir waren auch dabei, als ein Ultraschall bei ihr gemacht worden ist. Doch leider steht es nicht gut um Dorte. Sie hat nach ersten Diagnosen der Tierärzte eine sehr schlimme Lungenentzündung und ein Teil ihrer Lunge ist bereits sehr in Mitleidenschaft gezogen wurden. Wir müssen die nächsten Tage abwarten und hoffen,dass die Medikamente bei ihr anschlagen. Von weiteren genauen Fragen bitten wir derzeit abzusehen, da wir sie vermutlich nicht beantworten können. Danke für Ihr Verständnis. Wir berichten hier wieder, wenn wir mehr wissen.

Hier zwei Fotos aus der Tierklinik:

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Dorte wurde ein wenig das Fell abgeschoren, damit man sie besser untersuchen konnte. Über die Infusion bekommt sie die Medikamente verabreicht.

07.02.2016, abends:

Wir waren heute Mittag wieder bei Dorte in der Tierklinik und haben sie besucht. Der Tierarzt meinte, dass es ihr etwas besser gehen würde, als gestern. Dennoch steht es sehr kritisch um sie und wir müssen die nächsten Tage abwarten und hoffen, dass sie wieder zu Kräften kommt und ihre Lungenentzündung zurückgeht. Damit sie ihre Kuhfamilie zumindest ein wenig um sich hat, haben wir ihr ein paar Fotos mitgebracht und diese in ihrer Box für sie aufgehangen.

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09.02.2016: Leider geht es Dorte immer noch unverändert schlecht. Sie bekommt von heute an neue und andere Medikamente, die besser gegen ihre Lungenentzündung wirken sollen. Zudem haben wir heute eine Tierheilpraktikerin zu Dorte gebracht, die sie sich angeschaut und auch untersucht hat. Wir geben ihr nun auch parallel homöpathische Mittel, die Dorte stabilisieren und wieder aufbauen sollen. So sollte ihr es innerhalb der nächsten Tage besser gehen. Wir geben die Hoffnung nicht auf!

10.02.2016: Dortes Gesundheitszustand ist leider nach wie vor schlecht. Auch heute haben wir keine sonderlich großen Verbesserungen bemerken bzw. sehen können. Auf der einen Seite wirkte sie zwar aufmerksam und hat sich über Äpfel und Silage gefreut, andererseits fiel ihr die Atmung heute wieder recht schwer.

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11.02.2016  Auch heute waren wir wieder bei unserer Dorte und haben sie besucht. Auf den ersten Blick hat sie heute einen recht munteren und aufmerksamen Eindruck gemacht. Allerdings wurde sie heute früh zum Röntgen gebracht, was stark an ihren Kräften gezerrt hat. Leider müssen wir sagen, dass uns die Ärzte nach dem Röntgen nicht mehr als zu große Hoffnung auf Heilung gemacht haben. Auf dem Röntgenbild war sehr viel Eitersekret in Dortes Lunge zu sehen, das man Dorte leider nicht medizinisch entnehmen kann. Es muss sich schnellstens von alleine abbauen bzw. abkapseln, sonst wird ihre Lunge immer weiter in Mitleidenschaft gezogen und sie bekommt immer weniger Luft. Die Ärzte rechnen hier aber nur mit einer Chance von ca. 20%, was nicht sehr viel ist. Dennoch sind wir weiterhin optimistisch, besuchen Dorte jeden Tag und geben die Hoffnung einfach nich auf!!!  Kurz bevor wir gegangen sind, hat sie sich hingelegt, vermutlich weil der Tag sehr anstrengend für sie war. Wir müssen nun das Wochenende abwarten und hoffen, dass Zeichen der Besserung zu bemerken sind.

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14.02.2016 Die letzten beiden Tage sowie auch heute waren wir wieder bei unserer Dorte, um sie zu besuchen. Da Kühe Herdentiere sind, ist die Isolation in der Klinik auch nicht gerade gesundheitsfördend, aber anders geht es leider nicht. Unsere Besuche scheinen sie auf jeden Fall immer etwas zu erheitern, sie wirkt immer aufmerksam und munter. Dennoch ist ihr Zustand nach wie vor sehr kritisch. Auf der einen Seite frisst Dorte und ist immer aufmerksam,wenn wir bei ihr sind, aber auf der anderen Seite ist sie so schwach, dass sie es kaum mehr schafft, alleine aufzustehen. Dennoch scheint ihr Wille zu kämpfen da zu sein und so geben wir die Hoffnung weiterhin nicht auf und sind für Dorte da. Zusammen mit einer Tierheilpraktikerin versuchen wir Dorte mit pflanzlichen Mitteln neben der vielen Antibiotika aufzubauen und zu stabilisieren. Morgen kommen nochmal alle behandelten Tierärzte zur Beratung und zur Besprechung über den Verlauf der möglichen Therapiemöglichkeiten zusammen.

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16.02.2016 Dorte ist von uns gegangen.